Die interpretierten Texte des Nostradamus

Beschreibung der Originaltexte des Nostradamus

Die hier dargestellten Texte entstammen dem prophetischen Werk des Michel de Notredame, wie sie 1557 von Antoine du Rosne, 1568 von Benoît Rigaut und um 1600 von Jean Poyet veröffentlicht wurden, da diese Ausgaben dem Originaltext am nächsten kommen.

Die Prophetien sind in zehn Hundertergruppen eingeteilt, den Zenturien, wobei die siebte Zenturie (sie ist eine Zäsur der ersten Ausgabe) nur 42 Strophen enthält. Die Strophen sind als Vierzeiler konzipiert (quatrains) mit unterschiedlich langen Zeilen in einem meist iambischen Versmaß, d.h. dem Rhythmus ◡— mit unterschiedlicher Anzahl an Hebungen und dem Reimschema abab, dem sogenannten Kreuzreim.

Im Anschluss an die Zenturien finden sich die eher unbekannteren Sechszeiler, die sixains. Die sixains beziehen sich auf eine andere Zeitebene als die unsere und bleiben meinerseits vorerst noch ungedeutet.

Hierauf folgen Almanache, also Jahres- oder Bauernkalender, die für uns wiederum relevant sind. Sie sind selbst mit Jahreszahlen ab 1555 überschrieben, und ihren einzelnen Vierzeilern sind Monatsnamen von Januar bis Februar zugeordnet.

Die Vierzeiler der Almanache beschreiben umfassende kontinuierliche Weltgeschehen der Zukunft, wie sie sich über viele Jahrzehnte hinweg darstellen, in stark komprimierter, hoch kryptischer und telegrammstilartig verdichteter Form.