Adolf Hitler als „dubieux“ – der zweifelhafte Herrscher

Robert Jackson, Chefankläger im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess.

Warum Nostradamus’ VI,13 paradigmatisch auch auf Hitler passt

VI,13
Un débieux ne viendra loing du règne,
La plus grand part le vouldra soustenir:
Un Capitole ne vouldra point qu’il règne,
Sa grande charge ne pourra maintenir.

Übersetzung
Ein Zweifelvoller mit Schulden wird nicht lange herrschen,
die große Mehrheit will ihn stützen:
Doch das Kapitol wird nicht wollen, dass er regiert,
seine große Anklage kann er nicht aushalten.


Der Vierzeiler VI,13 beschreibt: Ein Herrscher, getragen von der Mehrheit, aber nicht lange im Amt; am Ende lehnt das Kapitol – Sinnbild höchster Macht – seine Herrschaft ab. Interessant ist das Kofferwort „débieux“ aus lat. dubium, der Zweifel und debita, die Schulden.

Auf Adolf Hitler lässt sich dieses Paradigma erschreckend präzise anwenden.

  • 1913 entzog er sich der Wehrpflicht, floh nach München – ein biographischer Bruch im Alter von 24 Jahren.
  • Ab 1933 trug ihn die Mehrheit der Deutschen. Doch das „Kapitol“ – hier verstanden als Alliiertenmacht, insbesondere die USA – erklärte ihn zunehmend zum Hauptfeind.
  • Seine „große Anklage“ bestand in der Totalität des Krieges und der Shoah. Diese Last war untragbar, am Ende stand der Untergang 1945, 13 Jahre nach erster Suspendierung der Grundrechte in Preußen, noch vor Hitler, im sog. „Preussenschlag“.

Die Zahl 13 zieht sich leitmotivisch durch Hitlers Weg:

  • 13 Monate vor Kriegsende (April 1944) begann die Deportation der ungarischen Juden.
  • 13 Monate nach seinem Tod (Mai 1946) befahl das alliierte Kontrollgremium die Zerstörung nationalsozialistischer Denkmäler.

Hitler war ein Herrscher, den eine Mehrheit trug, bis das „Kapitol“ – Sinnbild der Weltgemeinschaft – ihn zu Fall brachte.

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